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Stille Gesten, große Wirkung: Ein Pantomime-Spiel gegen Mobbing

Puh, Pantomime – eine neue Herausforderung für uns angehende Erzieher im dritten Ausbildungsjahr der IAJ gGmbH. Im Rahmen eines kreativen Projektes im Lernfeld 5 „Kulturelle Ausdrucksmöglichkeiten und Kreativität weiterentwickeln“ war die Aufgabe ein Pantomime-Stück zu erarbeiten.

Die Bearbeitung des Themas „Mobbing“ wurde schnell und einstimmig beschlossen, da wir früher bereits persönliche Erfahrungen diesbezüglich machten und die Thematik als ernstzunehmend und relevant betrachten. Es kann bereits im Kindergarten beginnen, tritt am häufigsten in der schulischen Laufbahn auf und ist auch im beruflichen Leben nicht auszuschließen.

Das benannte Stück „Der Neue“ handelt von einem Schüler, der neu in eine zusammengewachsene Klasse kommt und von vornherein unbegründete Ablehnung erfährt. In der Handlung wird das Opfer mit psychischer und vor allem körperlicher Gewalt konfrontiert und die schwerwiegenden Konsequenzen dargestellt, die solche falschen Verhaltensweisen auslösen können. Das Stück veranschaulicht zudem, dass bereits ein Schüler genügt, um den Unterschied zu machen, für eine betroffene Person einzustehen und die Gruppe zum Hinterfragen ihrer Handlungen anzuregen. 

Das Projekt wurde vor den Mitschülern sowie Besuchern am Tag der offenen Tür unserer Schule präsentiert und machte regelmäßig betroffen, erzeugte Sprachlosigkeit, Bestürzung und vereinzelte Tränen. 

Zudem ergab sich die Möglichkeit, unser Pantomime-Spiel im Clemens- Winkler- Gymnasium und in der Albert- Schweizer- Schule in Aue in mehreren teils von dem Thema betroffenen Klassen vorzustellen. Auch hier waren die Reaktionen ähnlich wie an unserer Schule. Einige Kinder weinten, waren aufgewühlt und hatten Redebedarf.

Wir wollen die Schüler und Lehrer für dieses wichtige Thema sensibilisieren und präventiv über die Auswirkungen aufklären. Den Schülern gaben wir überdies mit auf den Weg, dass sie sich im Falle von Mobbing an ihre Familien, Freunde und auch Lehrer wenden sollten, damit ihnen aus dieser schwierigen Situation herausgeholfen werden kann. Des Weiteren legten wir ihnen ans Herz, dass jeder Mensch einzigartig und auf seine Weise besonders ist, ganz unabhängig von seinem Aussehen, seinem Charakter, Beeinträchtigungen oder anderen Merkmalen. 

Wir sind stolz, dieses andauernd aktuelle Thema schauspielerisch umgesetzt zu haben und hoffen, dass wir die jungen Menschen sensibilisieren und ihr Bewusstsein für Mobbing und seine Auswirkungen wecken konnten. 

Michelle Safranek, Jessica Fuchs, Emily Barth, Steven Seidel, Luca Steeger, 

Maximilian Unger, Fabian Morgenroth

(angehende Erzieher im dritten Ausbildungsjahr am IAJ in Aue)