16 Januar 2019

Eine Reise gegen das Vergessen

Es ist das wohl dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Dennoch setzen sich jedes Jahr aufs neue unsere Schüler damit auseinander, um dieses nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Auch 2018 machten sich 50 Schülerinnen und Schüler in Begleitung mehrerer Lehrer auf den Weg nach Krakau. Am 21.11.2018 startete die Reise 08:00 Uhr morgens.

Nach einer neunstündigen Busfahrt kamen die Schüler an ihrem Hostel an. Geschafft nach der langen Reise wurde an diesem Abend nicht mehr viel unternommen.

Am Donnerstag stand zunächst eine Führung durch die Krakauer Innenstadt auf dem Programm. Bei Eiseskälte erfuhren die Schüler viel Wissenswertes über die Marienkirche, die Jagiellonen-Universität (eine der ältesten Universitäten Europas), das Kreuz von Katyn und die Burg Wawel. Im Anschluss daran ging es zu einer Führung durch die Schindler Fabrik. Thomas Langer informierte die Schüler über die Geschichte des Platzes der Ghettohelden und besichtigte mit ihnen das letzte noch erhaltene Stück der echten Ghetto-Mauern. Seit 2005 erinnert ein Mahnmal in Form scheinbar leerer Stühle an die Geschichte des Platzes.

Am folgenden Tag führte die Studienreise ins Konzentrationslager Auschwitz. Auch dort erhielten die Schüler eine zweistündige Führung, anschließend stand nach dem Stammlager das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau auf dem Programm. Der Anblick der ehemaligen Rampe und der Baracken war für alle sehr schockierend und ergreifend. Am Denkmal für die Opfer des Holocaust legten unsere Schüler einen Blumenkranz nieder. 

Tief bewegt von der Geschichte Auschwitz' und Krakaus sowie der einzelnen Lebensgeschichten machten sich die Schüler am 26.11.2018 wieder auf den Rückweg nach Deutschland.

(Nach dem Reisebericht von Luise Anna Richter, Klasse 12 S)