19 Februar 2020

Schüler engagieren sich zum Holocaust Gedenktag

In diesem Jahr stand der Internationale Holocaust Gedenktag am 27.01.2020 ganz im Zeichen des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee 1945. Dies war auch das zentrale Motto bei der Gedenkveranstaltung des Landkreises und der Großen Kreisstadt Annaberg-Buchholz.
Am Mahnmal für die Opfer des Holocaust erinnerte OB Rolf Schmidt an die Verbrechen des Nationalsozialismus in den Konzentrationslagern, an die Opfer in Annaberg-Buchholz (Foto) und an die Opfer des Todesmarsches, welcher von Neustaßfurt (Außenlager des KZ Buchenwald) bis nach Annaberg-Buchholz führte. Die ca. 700, meist französischen Häftlinge, wurden am 8. Mai von der Roten Armee in Annaberg befreit.
Nach der Rede des Oberbürgermeisters legten die Vertreter vieler Annaberger Schulen, Einrichtungen und Institutionen Blumengebinde am Ehrenmahl nieder. Die Schüler der Fachoberschule, Fachrichtung Technik, vertraten dabei unsere Einrichtung.
Im Anschluss fand in der Turnhalle des EGE die Aufführung des Theaterstücks „Spiel des Grauens“ statt. Den historischen Hintergrund dazu bildete das Mädchenorchester des KL Auschwitz-Birkenau. Vor Beginn des Theaterstücks trug Kim Riedel (im Bild links) ihr selbstverfasstes Gedicht „Vermächtnis“ vor, welches sie dem Auschwitz Überlebenden Justin Sonder widmete.
Danach gaben die Schülerin Annemarie Richter (im Bild rechts) und der Schüler Rudi Meyer (nicht im Bild) den Zuhörern in Wort und Bild einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle beim Gang durch die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau während der jährlichen Studienreise des IAJ im Oktober 2019. Alle drei sind Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule des IAJ, Klassenstufe 12, FR Gestaltung.
Der künstlerische Leiter des Theaterstücks „Spiel des Grauens“, Dr. Daniel Zwiener, bedankte sich mit den Worten, dass die drei Schülerinnen und Schüler auch den Mitwirkenden des Theaterstücks noch einmal sehr plastisch und emotional die Bilder der Gedenkstätte vor Augen geführt hätten. „Diese Einführung war sehr wirkungsvoll und berührend. Danke!“

(Text: Wolfgang Langer, Fotos: Wolfgang Langer und Anne Lobsa)