Das Institut für Ausbildung Jugendlicher (IAJ) hat das Glück, mit Herrn Wolfgang Langer einen Geschichtslehrer in seinen Reihen zu haben, der sich seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft für die Aufarbeitung der Geschichte und die Erinnerungsarbeit einsetzt. Besonders in der Zusammenarbeit mit dem Auschwitz-Überlebenden Justin Sonder hat Herr Langer es geschafft, Geschichte lebendig und greifbar zu machen und unseren Schülerinnen und Schülern den Wert der Erinnerungskultur nahe zu bringen.
Justin Sonder war für viele Schüler am IAJ nicht nur ein wichtiger Zeitzeuge, sondern auch ein eindrucksvoller Mensch, der das Grauen des Holocaust auf persönliche und berührende Weise schilderte. Seine Erzählungen über die Zeit im Konzentrationslager Auschwitz hinterließen bleibende Spuren. Über viele Jahre hinweg organisierte Herr Langer zusammen mit Justin Sonder Veranstaltungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler die einzigartige Gelegenheit hatten, direkt mit ihm ins Gespräch zu kommen und seine Botschaft „Gegen das Vergessen“ zu verinnerlichen.
Am 17. Oktober 2024 wurde Herr Langer in seinem Geschichtezimmer am IAJ für eine Dokumentation über das Leben von Justin Sonder interviewt. Diese Doku, die von „Red Tower Films“ Chemnitz in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitzkomitee und der Stadt Chemnitz produziert wird, begleitet die Einweihung der „Bank für Justin Sonder“ am 9. November 2024, einem Gedenkort, der an sein Vermächtnis erinnert. Auch die Schulgemeinschaft hat sich am Spendenaufruf für die Gedenkskulptur „Bank für Justin Sonder“ mit einer großzügigen Unterstützung von 480 Euro beteiligt und im Mai 2023 an das Internationale Auschwitzkomitee überwiesen.
Im Interview, das von Thomas Höppner geführt wurde, teilte Herr Langer seine persönlichen Eindrücke von Justin Sonder und dessen bewegenden Berichten über seine Zeit in Auschwitz, die er vielen Schülerinnen und Schülern anschaulich vermittelt hat. Dabei beantwortete er Fragen zu seiner persönlichen Begegnung mit Justin Sonder, dessen Leben und Kindheit in Chemnitz sowie zur Bedeutung seines Engagements, die Schrecken des Nazi-Regimes den nachfolgenden Generationen nahezubringen.
Herr Langer trägt nicht nur im Geschichtsunterricht, sondern auch durch regelmäßige Studienreisen nach Auschwitz und den Holocaustgedenktag dazu bei, dass das Vermächtnis von Justin Sonder an unserer Schule lebendig bleibt. Diese Arbeit ist von unschätzbarem Wert, da sie den Schülerinnen und Schülern verdeutlicht, dass Geschichte nicht nur in Büchern steht, sondern uns auch heute noch betrifft und prägt.
Das IAJ ist stolz darauf, dass Herr Langer durch seine Arbeit unseren Schülern hilft, die Verantwortung zu verstehen, die mit dem Wissen um die Geschichte kommt – eine Verantwortung, die wir alle teilen: „Gegen das Vergessen“.









