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Unser Besuch beim Landesjugendamt Sachsen – Ein besonderer Einblick in die Jugendhilfe

Im Januar 2025 beschäftigten wir uns im Rahmen der Erzieherausbildung im Lernfeld 8 „Im Team zusammenarbeiten, Qualität sichern sowie im Berufsfeld kooperieren“ intensiv mit den verschiedenen Trägerstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe. Während des Unterrichtes entstand bei uns beiden ein besonderes Interesse am Landesjugendamt Sachsen – seiner Rolle in der Kinder- und Jugendhilfe, seinen Aufgaben und seiner Bedeutung für die pädagogische Praxis. Aus der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema ergab sich für uns der Impuls, den direkten Austausch mit dem Landesjugendamt Sachsen zu suchen. Daher nahmen wir Kontakt zum Leiter des Landesjugendamtes, Herrn Enrico Birkner, auf, um unsere Fragen unmittelbar mit ihm besprechen zu können.

Zu unserer Freude erhielten wir eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch im Landesjugendamt in Chemnitz. Am 16. Januar 2025 machten wir uns gemeinsam auf den Weg, gespannt darauf, welche Einblicke uns erwarten und welche Antworten wir auf unsere vielen Fragen bekommen könnten.

Herr Birkner nahm sich viel Zeit für uns und begegnete unseren Fragen mit großer Offenheit. Das Gespräch führte uns durch eine Vielzahl an Themenkomplexe, die die Jugendhilfe in Sachsen prägen. Besonders eindrucksvoll war für uns, wie komplex und vielschichtig die Arbeit auf Landesebene ist. 

Wir sprachen unter anderem über Themen, wie:


• aktuelle Herausforderungen der Jugendhilfe und gesellschaftliche Entwicklungen,
• die Zusammenarbeit zwischen Landesjugendamt, freien Trägern und kommunalen Jugendämtern,
• die Verteilung und Priorisierung finanzieller Mittel,
• innovative Projekte und Programme, die derzeit entwickelt werden,
• die Bedeutung von Jugendbeteiligung und Partizipation,
• Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Evaluation,
• die Rolle der Digitalisierung in der Jugendhilfe,
• Fragen der Diversität, Inklusion und Personalentwicklung,
• regionale Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Räumen,
•sowie Prävention, Frühe Hilfen und Angebote zur psychischen Gesundheit.


Viele dieser Themen kannten wir bisher nur aus dem Unterricht oder aus theoretischen Zusammenhängen. Im direkten Austausch wurde jedoch deutlich, wie viele Entscheidungen, Abstimmungen und fachliche Überlegungen im Hintergrund notwendig sind, damit Kinder, Jugendliche und Familien in Sachsen gut begleitet werden können.

Für uns beide war dieses Gespräch ein besonderer Moment in unserer bisherigen Ausbildung. Wir konnten erleben, wie eng unsere zukünftige pädagogische Arbeit mit den Strukturen der Jugendhilfe verknüpft ist. Gleichzeitig wurde uns bewusst, wie wichtig klare Standards, verlässliche Kooperationen und fachliche Orientierung für die Qualität der Arbeit in Kindertagesstätten, Wohngruppen und anderen Einrichtungen sind.

Der Besuch hat unser Verständnis für die Jugendhilfe auf Landesebene vertieft und uns gezeigt, wie wichtig es ist, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und über den eigenen Ausbildungsalltag hinauszuschauen. Wir sind mit vielen neuen Eindrücken, Denkanstößen und einer gestärkten Motivation zurückgekehrt.

Der Austausch mit Herrn Birkner war für uns ein prägendes Erlebnis, das uns noch lange begleiten wird. Er hat uns nicht nur fachlich bereichert, sondern auch gezeigt, wie viel Verantwortung und Engagement hinter den Strukturen stehen, die unsere tägliche pädagogische Arbeit ermöglichen.

Wir sind dankbar für die Offenheit und Zeit, die uns entgegengebracht wurde, und freuen uns, diese Erfahrung in unsere weitere Ausbildung und zukünftige Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitzunehmen.


Text: Susan Ihle und Phillip Hübner, Schüler der ERZ 24 ANA